Sektion für Phoniatrie und Audiologie der Klinik und Poliklinik für HNO
 Universitätsmedizin Leipzig

Hören und Gleichgewicht

Erkrankungen des Hörens und des Gleichgewichtsorgans:

Bild Hören Plus Symbol Grundsätzlich sind mehrere Arten von Hörstörungen zu unterscheiden, die auch kombiniert auftreten können: Schallleitungs-Schwerhörigkeiten, bei denen die Ursache im Gehörgang oder im Mittelohr liegt (z.B. chronische Mittelohrentzündung, Otosklerose, Fehlbildungen), Schallempfindungs-Schwerhörigkeiten, bei denen das Innenohr oder der Hörnerv betroffen sind (Altersschwerhörigkeit, Lärmschwerhörigkeit, angeborene Hörstörungen, Akustikusneurinom) und auditive Wahrnehmungs- und Verarbeitungsstörungen, bei denen das peripher richtig Gehörte im Gehirn nicht richtig weiterverarbeitet wird.

Außer der Hörminderung sind z.B. Probleme beim Sprachverstehen, beim Hören in lauter Umgebung und beim Richtungshören typische Symptome. Schwindel als typisches Zeichen einer Gleichgewichtsstörung kann durch eine Erkrankung des Gleichgewichtsorgans hervorgerufen werden, das in enger Nachbarschaft zum Innenohr liegt.

Bild Hören 2 Plus Symbol Die Spezialsprechstunde Pädaudiologie beinhaltet die Untersuchung und Behandlung aller Formen der kindlichen Hörstörungen und Sprachentwicklungsstörungen. Heutzutage ist es möglich, mit speziellen Hörprüfungen bereits ab unmittelbar nach der Geburt Hörstörungen bei Kindern zu diagnostizieren, die unbehandelt zu erheblichen Beeinträchtigungen der Sprach- und Intelligenzentwicklung eines Kindes führen können.

Nur durch das rechtzeitige Erkennen und Behandeln solcher Hörstörungen können Entwicklungsdefizite vermieden werden, die sich später nicht wieder aufholen lassen. Die Untersuchung des Hörvermögens und der Sprachentwicklung eines Kindes erfolgt unter Berücksichtigung des Alters und den jeweiligen Entwicklungsstandes und bedarf nicht nur spezialisierter Erfahrung bei der Interpretation der Befunde sondern auch der Zeit für die einzelnen Untersuchungen. Das trifft insbesondere auf Kindern mit mehrfachen Behinderungen zu.

Untersuchungsmöglichkeiten:

  • spezialisierte Hör- und Gleichgewichtsanamnese (incl. Auswirkung der Störung auf Lebensqualität etc.)
  • Neugeborenen-Hörscreening, Nachuntersuchungen bei auffälligen Screening-Ergebnissen
  • spezielle Hörprüfungen bei Kindern (alle Verfahren der Reaktions- und Spielaudiometrie)
  • Tympanometrie, Stapediusreflexmessung
  • Otoakustische Emissionen, Distorsionsprodukte
  • Hirnstammaudiometrie (BERA), Notch-Noice BERA, Hirnrindenaudiometrie (CERA)
  • Tinnitusdiagnostik
  • standardisiertes audiometrisches und psychometrisches Testinventar für die Diagnostik der auditiven Verarbeitung und Wahrnehmung
  • vestibulospinale Reaktionen
  • Lage-, Lagerungsprüfung, kalorische Prüfung der Gleichgewichtsorgane mit Wasser und Luft
  • Drehstuhlprüfungen

Behandlungsmethoden:

  • medikamentöse Therapie
  • Hörgeräteprobe und -verordnung
  • Hörgeräte- und CI-Gebrauchsschulung
  • operative Therapie
  • Cochlea Implantation einschließlich audio-verbaler Nachsorge
  • Beratung der Angehörigen
  • Einleitung eines Hörtrainings in spezialisierten Rehabilitationseinrichtungen

Was muss ich zum Termin mitbringen?

  • Überweisungsschein vom HNO-Facharzt
  • Liste aller eingenommenen Medikamente
  • Vorbefunde, gegebenenfalls in Kopie
  • ggf. Hörgeräte / CI
  • Röntgen, bzw. CT-Bilder und Befunde
 
Letzte Änderung: 26.11.2013, 17:15 Uhr
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